Innosozial gGmbH


Pressemeldungen der Innosozial gGmbH

Mit der Ambivalenz Beratung als Paar „Neue Wege“ gehen

26. Juli 2019

Das Beratungszentrum bietet Paaren/Eltern eine qualifizierte Ambivalenzberatung an. Bei Trennungsgedanken kann einer Trennung vorgebeugt oder schon weit vor der Trennung können Handlungsschritte gut und verantwortungsvoll überdacht werden. Dieses Präventionsangebot steht für eine Stabilisierung der Partner- und Elternschaft. Es befähigt das Paar/die Eltern zur freien und selbstbestimmten Gestaltung, ohne eine gerichtliche Auseinandersetzung. In der Beratungsarbeit werden eigene Ressourcen wiederentdeckt, die zur Stabilisierung der Beziehung beitragen können.
Die Wahrnehmung und Deutung individueller Empfindungen, das Deuten des persönlichen Erlebens innerhalb der Partnerschaft, sind Bestandteil der gemeinsamen Arbeit. Das Einüben einer friedlichen Kommunikation steht dabei immer im Vordergrund. Die Themen werden von den Paaren vorgegeben, die Mitarbeiter*innen des Beratungszentrums begleiten Familien/Paare während dieser besonderen Zeit. In der heutigen Zeit eine lohnenswerte Investition!

Foto: (v.l.n.r.): Frau Sander, Herr Mertzen und Frau Schönherr-Carneim



Hoffnung auf Landesförderung

23. Juli 2019

Zu einem Austausch über die Arbeit des Psychosozialen Traumazentrums (PTZ) der Innosozial gGmbH und die Perspektiven einer Landesförderung ab dem Jahr 2020 trafen sich der Geschäftsführer Dietmar Zöller und die Mitarbeiterinnen des Traumazentrums mit den CDU Landtagsabgeordneten Henning Rehbaum und Daniel Hagemeier in Ahlen.
Alle Beteiligten freuten sich gemeinsam über die guten Aussichten auf eine Landesförderung für das Zentrum in Ahlen.
Denn zwischenzeitlich hat es zwischen den landesweiten Wohlfahrtsverbänden als Vertretung der Psychosozialen Zentren mit dem Ministerium Absprachen gegeben, nach denen die Landesregierung den Psychosozialen Zentren einschließlich Ahlen einen „äußerst wertvollen und unerlässlichen Beitrag zur psychosozialen und psychotherapeutischen Versorgung Geflüchteter“ bescheinigt.
Und es gibt – natürlich vorbehaltlich der Haushaltsplanberatungen - die Bereitschaft des Landes das Ahlener Zentrum zu fördern.
„Wir haben alleine im Jahr 2019 mehr als 80 Erstanfragen von Flüchtlingen, die eine psychosoziale oder therapeutische Unterstützung angefragt haben“, erklärten die Traumaberaterinnen Jacqueline Gehrcke und Angelika Dittmann. Aus allen Städten und Gemeinden des Kreises Warendorf und aus der Stadt Hamm werden Klienten zum PTZ geschickt.
„Das eine erst zwei Jahre bestehende Einrichtung so flächendeckend angefragt wird, das zeigt den Bedarf und auch das Vertrauen, das uns entgegengebracht wird“, fühlen sich Fachkräfte und Geschäftsführer Dietmar Zöller bestätigt.
Vor allem die enge Zusammenarbeit mit anderen Beratungsstellen, den Jugend- und Sozialämtern, den Schulen und psychiatrischen Fachkliniken wie in Telgte sowie niedergelassenen Psychiatern und Therapeuten hat ein Netz gestaltet, aus dem die Zuweisungen kommen.
Denn laut Frau Gehrcke sind die Klienten bisher meist überwiesen bzw. von anderen geschickt worden. Selbstmeldungen sind oft noch eine zu hohe Hürde. „Aber je mehr sich unter Flüchtlingen die hohe Kompetenz und das Einfühlungsvermögen der Kolleg*innen herumspricht, umso mehr kommen Betroffene auch von selbst“, erläutert die Psychologin Schahrasad Abiad. Auf die Frage der beiden Abgeordneten, wie sich denn männliche Flüchtlinge auf eine Frau einlassen können, wussten zwei Beraterinnen zu berichten, dass gerade sie als ältere Frauen oft sogar als „Mutter“ wahrgenommen werden. „Und wir haben sicherlich den Vorteil hoher Sprach- und Kulturkompetenz“, so beantwortet Angelika Dittmann die Frage nach der sprachlichen Verständigung. „Durch Frau Abiad als Psychologin mit ägyptischem Kultur- und Sprachhintergrund, dem Kollegen Robar Ibish mit kurdischen und arabischen Sprachkenntnissen und mit Dari und Farsi durch die Kollegin Chaharlang sowie Englisch und Französisch durch mich, können viele Flüchtlinge ohne Sprachbarrieren betreut werden.“
Im weiteren Austausch kamen die Hauptdiagnosen wie etwa ein Posttraumatisches Belastungssyndrom, Psychosen, Angsterkrankungen und Depressionen zur Sprache. Genauso stellten die Abgeordneten Fragen nach dem Bedarf.
„Wir haben in zwei Jahren mehr als 200 Klienten einzeltherapeutisch betreut und bieten Kindertherapiegruppen, eine offene Frauengruppe und schon zum zweiten Mal ein längerfristiges Projekt mit Film- und Video Elementen für junge männliche Flüchtlinge an. Ebenso haben wir zusammen mit anderen ein Interkulturelles Männernetzwerk zur gegenseitigen Stabilisierung gegründet“, ergänzt Jaqueline Gehrcke. Ein sehr großes Problem sind die Entfernungen, ist man doch ohne Auto aus dem Nordkreis bis zu zwei Stunden unterwegs und die Fahrten gehen mit mehr als zehn Euro für Hin- und Rückfahrt richtig ins Geld, das die Flüchtlinge nicht haben.
„Dem versuchen wir aber, soweit möglich, mit zugehenden Angeboten bei Kooperationspartnern etwa in Albersloh, in unseren Standorten in Beckum und Oelde zu begegnen“, erklärt die Psychologin Angelika Dittmann.
Bezüglich des Bedarfes benennt Zöller die Erfahrungen und wissenschaftlichen Ergebnisse, dass Traumata nach der Ankunft durch das Gefühl von Sicherheit und die Dankbarkeit für die Aufnahme kompensiert oder verdrängt werden und so Entlastung bringen. Wenn die Hoffnungen sich allerdings verflüchtigen, weil Asylanträge nicht so schnell gewährt werden, Familien-zusammenführung nicht möglich ist und wenn Schwierigkeiten wie Arbeits- und Wohnungssuche nicht so klappen, wie erhofft, dann treten psychische Probleme mit Macht zutage. Und dann kommen noch die vollkommen anderen Wertmaßstäbe und Strukturen im Vergleich zum Herkunftsland dazu. „Das ist eine Riesenaufgabe für lange Zeit, wenn Integration wirklich gelingen soll“, ist das Fazit des Teams.

Foto: (v.l.n.r. hinten): Frau Schahrasad Abiad, Jacqueline Gehrcke, Angelika Dittmann, Dietmar Zöller, (vorne) Daniel Hagemeier und Henning Rehbaum.



Kampagne „Gemeinsam verschieden sein“ - Innosozial und Partner 2019

17. Juli 2019

„Gemeinsam verschieden sein“ ist die Headline unter der Innosozial zusammen mit verschiedenen Kooperationspartnern in diesem Jahr schon einige Veranstaltungen und Aktionen durchgeführt hat. Die als Kampagne verstandene Aktion ist von der Aktion Mensch mit einer großen fünfstelligen Summe unterstützt worden. „Höhepunkt der Kampagne war das 2-tägige Festival ‚Ahlen zeigt Flagge‘ auf der Zeche Westfalen, an dem mehr als 40 Vereine und Einrichtungen Integration und Inklusion mit Aktionen und Info- oder Essensständen praktisch gemacht haben“, erläuterte Geschäftsführer Dietmar Zöller in einer vorläufigen Bilanz der Kampagne. Tausende Besucher*innen, die wegen der großen Hitze zwar nicht die Zahlen vorheriger Jahre erreichten, hatten Spaß und lernten Menschen kennen, denen sie sonst eher selten begegnen, weil zu oft die unterschiedlichen Gruppen und Kulturen unter sich bleiben.
Begonnen hat das im Mai 2019, wo zusammen mit dem Paritätischen im Kreis Warendorf behinderte Menschen und Vereine aus dem Behindertenbereich zu einem Workshop eingeladen wurden. Dort haben die Betroffenen ihre Sichtweise auf die Inklusion im Kreis diskutiert und viele davon haben ihre Forderungen bei „Ahlen zeigt Flagge“ eingebracht. Mit Filmvorführungen im Ahlener Kino sind Menschen mit und ohne Behinderung in Kontakt gekommen. Bei „Ahlen zeigt Flagge“ hat am Samstag die inklusive Band Dr. Mahockta aus einer Wohneinrichtung in Essen große Stimmung unter den Besucher*innen gemacht und gezeigt, was behinderte Menschen können. Wer da war, hat nur Stimmungsmusik gehört und auf Behinderung wurde nicht weiter geachtet.
Wir haben auf dem Festival auch darüber hinaus die bisher größte Vielfalt der Kulturen erreicht, die ein Abbild der Migrationsgesellschaft darstellten.
„In bunten Kleidern und mit unterschiedlichem Aussehen mit Musik und Theaterbeiträgen auf der Bühne, auch mit spontanen Tanzdarbietungen auf dem Gelände hat jeder gespürt, dass hier Gemeinsamkeit vor Trennendem stehen“, stellten die Mitglieder des Vorbereitungsteams Agnieszka Bednorz und Hatice Yesilyaprak heraus.
„Da hat sich niemand benachteiligt oder ausgeschlossen gefühlt, sondern das Bewusstsein für ‚Gemeinsam verschieden sein‘ haben die Leute in den Alltag mitgenommen“, ist das Fazit des Moderators Burkhard Lensing.
In verschiedenen Filmen von den Aktionen, die im Kino und bei Veranstaltungen gezeigt werden sollen und mit einer Bilderausstellung wollen die Organisationen die Stimmung weitertragen.
„Schon bald gibt es weitere Workshops zur Inklusion von Kindern unterschiedlicher Kulturen und mit oder ohne Benachteiligungen“, betont Petra Pähler Paul, „so zum Beispiel in der Bücherei“. Mit dem Cartoons Künstler Phil Hubbe haben wir für den Herbst einen selbst behinderten Mann eingeladen, der humorvoll eine Inklusionsbroschüre des Paritätischen gestaltet hat und zeigen will, „über sich selber zu lachen“ kann jedem und jeder helfen, wenn es nicht diskriminierend wirkt.
„Zum Jahresabschluss winkt dann eine Bilanz und ein Aktivenfest, wo wieder Spaß und Politik für unsere Interessen verbunden werden“, sind sich alle einig.

Die Kampagne "Gemeinsam verschieden sein" wird von der Aktion Mensch gefördert



Beratungsangebot wird in Oelde gut angenommen.

11. Juli 2019

Seit Anfang 2017 bietet das Beratungszentrum für Alleinerziehende und andere Familien (BAZ) jeweils mittwochs von 11:00 bis 13:00 Uhr eine offene Sprechstunde an.
Herr Mertzen vom Beratungszentrum (Am Bahnhof 2 a) berichtet: „Die Menschen wenden sich mit den unterschiedlichsten Anliegen an uns. Manchmal sind es Fragen zur Erziehung ihrer Kinder, manchmal ist auch eine Trennungs- und Scheidungsberatung erwünscht.“
Oft hilft es den Ratsuchenden schon, mit einem unabhängigen Dritten über ihre Ängste, Sorgen und Nöte zu sprechen. Sollte das Angebot des BAZ einmal nicht ausreichen oder passen, dann wird auch zu alternativen Angeboten beraten.
Selbstverständlich gelten in allen Gesprächen der Datenschutz und die Schweigepflicht.
Die Beratung findet auf Augenhöhe statt. Das Beratungsangebot kann von allen Bürger*innen aus Oelde kostenlos in Anspruch genommen werden. Weitere Infos unter: Tel. 02382 7099-0 und www.innosozial.de

Carsten Mertzen



Sommergrillfest für Pflegefamilien der Innosozial Ahlen

29. Mai 2019

Bereits vor dem kalendarischen Sommeranfang lud der Fachdienst Pflegefamilien, Beratung und Vermittlung der Innosozial in Ahlen zu einem sommerlichen Grillfest an ihrem Standort Am Röteringshof ein. Bei angenehmen Temperaturen und Sonnenschein kamen Groß und Klein auf ihre Kosten. Für die Kinder gab es, mit professioneller Betreuung, ein abwechslungsreiches Angebot. So konnte die hauseigene Turnhalle zum Toben, Klettern, Springen und Tanzen genutzt werden und der große Garten diente zum Spielen im Freien. Die Pflegeeltern nutzten die Zeit, um untereinander in einen Erfahrungsaustausch zu gehen und sich gleichzeitig besser kennenzulernen. Durch solche Angebote, wie dieser Grillnachmittag für die ganze Familie, auch leibliche Kinder waren mit von der Partie, können Freundschaften entstehen. Die Pflegeeltern treffen sich im privaten Kontext, Pflegekinder können miteinander spielen und die Eltern bleiben im Austausch. Solche Kontakte werden von den Mitarbeitern des Fachdienstes sehr begrüßt und so gut es geht unterstützt.
Die Innosozial Ahlen bereitet regelmäßig Pflegefamilien vor und bietet Schulungen für den Bereich der Dauerpflege und Bereitschaftspflege an. Für beide Bereiche sucht die Innsozial Familien, Paare oder Einzelpersonen. Interessierte Personen können sich bei der Innosozial Ahlen, Andrea Eickhoff unter 02382-7099-93 oder eickhoff@innosozial.de melden. Besuchen Sie auch gerne unsere Homepage, auf der Sie ausführliche Informationen sowie einen kurzen Info-Film rund um das Thema Pflegekinder finden.

Betreuerin Sophie Schlüter, Pädagogin (M. A.) mit zwei Pflegekindern.



Nachsorge der Innosozial gGmbH erhält Förderung der Aktion Mensch. „Bunter Kreis Warendorf“ erweitert sein Tätigkeitsfeld.

29. Mai 2019

Sozialmedizinische Nachsorge für chronisch kranke Kinder, Jugendliche und ihre Familien

Ahlen. Das Leben mit einem chronisch kranken Kind mit der Diagnose Diabetes Typ I stellt Familien vor große Herausforderungen und bringt Eltern und Angehörige oft an die Grenzen der Belastbarkeit. Mit der Diagnose „Brach für uns eine Welt zusammen!“ berichtete eine betroffene Familie der Koordinatorin der Sozialmedizinischen Nachsorge Frau Gerwin. Diese Problemlage und der Bedarf an Unterstützungsleistungen wurden den Mitarbeitern der Innosozial gGmbH in den letzten Jahren immer wieder durch Anfragen von Eltern und Fachkräften deutlich. Diabetes Mellitus Typ I ist eine der häufigsten Stoffwechselerkrankungen bei Kindern und Jugendlichen und die Neuerkrankungsraten steigen dem Helmholtz-Zentrum in München zufolge pro Jahr um ca.3-4 Prozent.
Das neue Angebot der Innosozial gGmbH richtet sich an chronisch kranke Kinder / Jugendliche und Familien mit hohen Belastungen und möchte den Übergang von der Krankenhausbehandlung (nach ärztlicher Verordnung) in die ambulante Versorgung unterstützen. Die Nachsorge begleitet die Familien im Auftrag der Diabetologen auch in den jeweiligen Lebenswelten der Kinder (Kita, Schule etc.), gibt Hilfestellung bei der Umsetzung der Therapie zu Hause, begleitet bei Arztbesuchen und möchte bei der Krankheitsbewältigung unterstützen. Das Angebot bietet Unterstützung für Familien mit Kindern mit Diabetes mellitus Typ I im Kindesalter von der Babyphase bis zum 14. Lebensjahr im Einzelfall auch danach an.
Die Sozialmedizinische Nachsorge der Innosozial gGmbH ist Mitglied des „Bunten Kreis Deutschland“ mit dem Sitz in Augsburg und wurde 2018 erneut nach den Standards des Augsburger Qualitätsverbundes Re-Akkreditiert. Das ausgesprochene Ziel des Bundesverbandes „Bunter Kreis“ Augsburg (www.bunte-kreise-deutschland.de) ist die bundesweite, flächendeckende Versorgung von betroffenen Familien mit sozialmedizinischer Nachsorge. Der Aufbau des Fachdienstes und der Start dieses neuen Angebotes für die Region wurden und werden durch eine erneute Förderung über 3 Jahre der „Aktion Mensch“ ermöglicht.

Weitere Informationen können Interessierte telefonisch unter der Telefonnummer: 0 23 82 / 70 99 –0 / -35 bei Frau Gerwin oder Frau Wenge oder unter www.innosozial.de erhalten.



Vortrag zum Thema Resilienz

4. April 2019

„Das Fortbildungsangebot ‚Resilienz‘, welches durch das Beratungszentrum für Alleinerziehende und andere Familien der Innosozial gGmbH, kurz BAZ genannt, durchgeführt wurde, stieß auf großes Interesse.
Nachdem die Psychologin Frau Anna Göcke aus Münster erläuterte, was Rsilienz bedeutet, fand ein reger Austausch unter den Teilnehmer*innen statt.
Deutlich wurde hierbei, dass das Thema Resilienz zur heutigen Zeit viele Menschen anspricht.
Unter Resilienz versteht man die innere seelische Widerstandskraft (Stabilität und Flexibilität,) die einem hilft, um an Schicksalsschlägen nicht zu zerbrechen. Die Ergebnisse der Resilienzforschung zeigen auf, dass es unter bestimmten Voraussetzungen gelingt, die seelische Widerstandskraft aufzupäppeln.
Ca 20 Personen nahmen an dem Vortrag am Standort „Röteringshof“ in Ahlen teil.“



Besuch bei Innosozial in Ahlen
Diekhoff: Psychologische Betreuung von Geflüchteten wichtig

1. März 2019

Der FDP-Landtagsabgeordnete Markus Diekhoff, Mitglied im Ausschuss für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landtages NRW, hat sich mit Innosozial Geschäftsführer Dietmar Zöller und seinem Team über die Förderung psychologischer Betreuung von Flüchtlingen ausgetauscht. Die Innosozial gGmbH ist in diesem Feld im Kreis Warendorf sehr aktiv und bemüht mit anderen sozialen Einrichtungen im Kreis Warendorf und darüber hinaus, zu kooperieren, um ein möglichst vielfältiges und effektives Netzwerk zu gestalten. Das psychosoziale Traumazentrum hat in 2 Jahren 170 Flüchtlinge behandelt.

Im Gespräch standen die Themen weiblicher Genitalverstümmelung sowie PTBS (Postraumatische Belastungsstörungen) bei Flüchtlingen auf der Agenda. „Beides wird in der Öffentlichkeit wenig thematisiert und daher ist es umso wichtiger, diese Themen in das öffentliche Bewusstsein zu rücken“ so Zöller, der sich über den Austausch freute.

„Wir haben zur weiblichen Genitalverstümmelung gerade in der letzten Woche im Landtag einen Antrag eingebracht, um durch intensive Informations- und Öffentlichkeitsarbeit das Bewusstsein in der Bevölkerung sowie in den staatlichen und nicht-staatlichen Organisation zu schärfen um somit die Handlungsbereitschaft in konkreten Gefährdungsfällen zu erhöhen“ erläuterte Diekhoff das Problembewusstsein der NRW-Koalition. „Ich freue mich, dass das Team von Innosozial sich dieses Tabuthemas annimmt und Betroffenen kompetent zur Seite steht“, sagte Diekhoff.

Hauptgesprächsthema waren aber die Traumata von vor Krieg geflüchteten Menschen. Die traumatischen Erlebnisse vor und während der Flucht und das Warten auf einen Asylbescheid bringen diese Menschen an ihre psychische Leistungsgrenze. Viele Flüchtlinge leiden daher unter einer posttraumatischen Belastungsstörung. Gerade Kinder sind massiv betroffen. Innosozial bietet hier, gefördert unter anderem von der Aktion Mensch, Therapie und Beratung an. Eine schwierige Arbeit, da es in den Kulturräumen vieler Geflüchteter kein Verständnis für psychische Krankheiten gibt. „Wir müssen hier sensibilisieren um den Menschen Hilfe zur Selbsthilfe ermöglichen zu können. Die Traumata hemmen oftmals auch das Erlernen wichtiger neuer anderer Fähigkeiten - auch den Erwerb der deutschen Sprache. Die Menschen brauchen daher Unterstützung, damit die Integration gelingen kann“ erklärte Psychologin Angelika Dittmann.
Der besondere Vorteil des psychosozialen Zentrums von Innosozial ist die Kompetenz in vielen Herkunftssprachen, der kulturelle Hintergrund und die Weiterbildung als Traumatherapeutinnen
„Mir ist es wichtig, dass weiterhin gute Arbeit in der psychologischen Betreuung der Geflüchteten geleistet wird. Das ist im Interesse auch unserer Gesellschaft, dass sich solche Probleme nicht chronifizieren. Dauerhaft wünscht sich Diekhoff jedoch auch eine bessere Integration niedergelassener Psychiater und Psychologen in die Arbeit. Wir dürfen im Gesundheitssystem keine dauerhaften Doppelstrukturen aufbauen“, sagte Diekhoff abschließend und versprach Unterstützung bei der Fortführung der Förderung der Arbeit von Innosozial mit Flüchtlingen.

(v.l.n.r.): Markus Diekhoff, Jacqueline Gehrcke, Angelika Dittmann, Anna-Lena Hoffmann, Schahrasad Abiad und Dietmar Zöller.



Fußball ohne Ende für die Grundschulmädchen in Ahlen

4. Februar 2019

Ahlen. Am 23. Februar 2019 darf man wieder verschiedene Ahlener Grundschulen mit ihren eigenen Mannschaften beim 6. Ahlener Mädchenfußballturnier begrüßen. Das Turnier findet im Rahmen des „Beyer Girls’ Cup“ in der Sekundarschulhalle in Ahlen statt. Fünf Ahlener Grundschulen sind dieses Jahr vertreten. Im Modus Jeder gegen Jeden“ werden die Mädchenfußballmannschaften von der Barbaraschule, Diesterwegschule, Lambertischule, Martinschule und der Paul-Gerhardt-Schule gegeneinander Fußball spielen. Das Mädchenfußballturnier wird schon zum 6. Mal von Innosozial in enger Kooperation mit der Frauen- und Mädchenabteilung des Ahlener Fußballvereins Rot-Weiß-Ahlen organisiert. „Das Turnier ist nicht mehr von der Ahlener Geschichte wegzudenken“ freut sich Marco Beyer, Turnierorganisator.
Das jährliche Mädchenfußballturnier ist ein wesentlicher Baustein des bereits erfolgreichen Innosozial-Projektes „Sport macht stark - starke Mädchen durch Fußball“. Auf Grundlage der wöchentlichen Fußball-Arbeitsgemeinschaften an den kooperierenden Grundschulen lernen die Mädchen unabhängig von Herkunft, Religion oder Kultur, mit dem runden Leder umzugehen und bekommen die Taktik und Technik des Sportes von qualifizierten Fußballassistent*innen vermittelt. „Mit unserem Projekt greifen wir die Begeisterung der Mädchen auf und nutzen die integrative Kraft des Sportes“, berichtet die Leiterin des Innosozial-Projektes Agnieszka Bednorz.
„Für uns steht im Projekt Chancengleichheit und Teamgeist im Mittelpunkt. Aus dem Grund wird beim Turnier jedes Mädchen unabhängig vom erlangten Platz geehrt“, erklärt Innosozial Projektbetreuerin Olga Vasileiadou. „Gegenseitiger Respekt und Toleranz stehen im Vordergrund. Aber auch der Spaß kommt nicht zu kurz!“ ergänzt Martin Temme, RW Ahlens Frauenfußball-Abteilungsleiter.
Das Projekt ist vom Landschaftsverband Westfallen Lippe finanziert. Weitere Infos unter www.innosozial.de.

Sind auf das bevorstehende Event gespannt (v.l.n.r.): Julian Pusch, Alexandra Bode, Agnieszka Bednorz, Olga Vasileiadou, Martin Temme, Fatih Tas und Marco Beyer.



Ansprechpartnerin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:

Elke Kreutzer
Zeppelinstr. 63
59229 Ahlen
Tel.: 02382 7099-24
Fax: 02382 7099-29
E-Mail


Ausdruck aus: http://www.innosozial.de:8080/warendorf/content/e124/e689/index_ger.html
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