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Archiv 2017 Pressemeldungen der Innosozial

Inklusive Freizeitangebote für Erwachsene bei der Innosozial

12.12.2017:

Ahlen. Der Treffpunkt Dachgarten bei der Innosozial in Ahlen an der Zeppelinstr. 63 bietet schon seit Jahren zahlreiche Freizeit-Angebote für Menschen mit und ohne Behinderungen an. So findet das Offene Café wöchentlich statt, die anderen Angebote wie gemeinsames Kegeln, „Offener Samstagstreff“ und der „Offene Frühstückstreff“ stehen monatlich auf dem Programm.
Auch im kommenden Jahr laden wir zu einer Vielzahl interessanter Ausflüge ein. Am 6. Januar geht die Fahrt zur Salzgrotte in Dülmen, wo Entspannung und Wellness pur auf dem Programm stehen (Anmeldung bis zum 22.12.17). Am 3. Februar können sich die Teilnehmer in King’s Bootshaus in Hamm leckere Speisen vom chinesischen und mongolischen Buffet aussuchen (Anmeldung bis zum 20.01.18) und am 3. März ist ein Besuch in ter Huurne, dem Hollandmarkt geplant, wo viele vergleichbare Artikel günstiger als in Deutschland zu haben sind (Anmeldung bis zum 17.02.18).
Die genauen Zeiten, Kosten und weitere Infos entnehmen Sie bitte unserer Homepage unter www.innosozial.de/Inklusion.
Eine verbindliche Anmeldung für die Ausflüge zu den angegebenen Fristen ist unbedingt erforderlich. Anfragen zu den Angeboten, Ausflügen und Anmeldungen sind unter der Telefonnummer: 02382 7099-32 möglich.

Das Team vom Treffpunkt Dachgarten hat auch im kommenden Jahr spannende Angebote vorbereitet (v. l.): Angelika Anhalt, Hendrik Nonhoff und Barbara Keimeier

Das Team vom Treffpunkt Dachgarten hat auch im kommenden Jahr spannende Angebote vorbereitet (v. l.): Angelika Anhalt, Hendrik Nonhoff und Barbara Keimeier.



Sexualität und Behinderung

14.11.2017:

Ennigerloh. Alle Menschen haben die Sehnsucht in den Arm genommen, geliebt oder geküsst zu werden. Für Menschen mit Behinderung ist es häufig eine besondere Herausforderung, das Bedürfnis nach Nähe zu erleben. Menschen mit Behinderung haben die gleichen Rechte wie alle anderen Menschen. Auch Sie haben das Recht eine Partnerschaft zu führen oder zu heiraten. Da diese Themen aber sehr privat sind und es vielen Menschen schwer fällt über Gefühle wie Zuneigung und Liebe zu sprechen, benötigen Menschen in Betreuungsverhältnissen hierbei Unterstützung.
Daher nahmen die Mitarbeiter/-innen der Wohneinrichtung St. Marien am Voßbach an der Tagesfortbildung „Sexualität und Behinderung“ teil. Die Fortbildung wurde durch die Mitarbeiter der Beratungsstelle VARIA, Bela Judith Bartels und Bastian Weitzner durchgeführt.
In Workshops setzten sich die Mitarbeiter/-innen unter anderem mit folgenden Fragen auseinander: „Wodurch unterscheidet sich die Entwicklung von Menschen mit Behinderung?“, „Welche Verhütungsmittel sind für unsere Bewohner/-innen geeignet?“, „Wie können wir mit unseren Bewohner/-innen über Gefühle sprechen?“.
„Das Projekt ist bei den Mitarbeiter/-innen sehr gut angekommen. Für die sexuelle Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderung sind die Betreuer/-innen meist die wichtigsten Bezugspersonen. “ sagte Bela Judith Bartels, Mitarbeiterin der Beratungsstelle VARIA.

Die Fortbildung gab den Mitarbeiter/-innen neue Inputs im Umgang mit den Bewohnern.



Pflegefamilien erleben Bildungswochenende

09.10.2017:

Der Innosozial-Fachdienst Pflegefamilien veranstaltete kürzlich in Kooperation mit der Paritätischen Akademie ein Bildungswochenende für Pflegefamilien in der Jugendbildungsstätte Nordwalde.
An diesem Wochenende befassten sich die Familien thematisch mit der verantwortungsvollen Aufgabe, ein nicht leibliches Kind aufzunehmen. Was benötigen Pflegeeltern in besonderen Situationen und welche Ressourcen können freigesetzt werden, um das „Falsche“ zu unterlassen und das „Richtige“ zu tun? An diesem Bildungswochenende wurden neue Kraftquellen entdeckt und die Familien erlebten sich anhand unterschiedlicher Methoden wie z.B. erlebnispädagogischer Ansätze und Entspannungsübungen auf humorvolle und kreative Weise neu. Um den Pflegekindern, bei denen zum Teil eine Behinderung vorliegt, eine zuverlässige positive Gruppenerfahrung zu ermöglichen, wurde das Wochenende von mehreren pädagogischen Fachkräften begleitete. Zur Förderung der Integration sollten sich die Pflegefamilien in der Gruppe durch Spaß und Gemeinschaft unter Kindern als auch Eltern als stärkend erleben und ihre sozialen und emotionalen Kompetenzen stabilisieren.
Bei Interesse zu den Aufgaben und Voraussetzungen einer Pflegefamilie wenden Sie sich gerne an Innosozial, Frau Eickhoff, Tel.: 02382-7099-93 oder eickhoff@innosozial.de
Interessenten sind auch herzlich zu einer Infoveranstaltung für zukünftige Pflegeeltern am 10. November um 19.00 Uhr (Am Röteringshof 34-36 in Ahlen) eingeladen.



Die VocaSTIM®-Therapie

28.09.2017:

Am 28.09.2017 besuchte Herr Hans-Hugo Juntermanns, der das VocaSTIM®-Gerät entwickelt hat, im Rahmen einer Fortbildung die Innosozial Praxen für Ergotherapie und Logopädie in Ahlen.

Die VocaSTIM®-Therapie ist eine evidenzbasierte Methode zur Behandlung von Stimmstörungen, insbesondere in der Behandlung vom Stimmbandlähmungen, Lähmungen des Gesichtsnervs (N.Facialis) und motorischen Schluckstörungen und stellt einen wichtigen Therapiebaustein dar.
In diesem Verfahren werden neueste Erkenntnisse der Neurophysiologie genutzt, um gelähmte oder geschädigte Nervenbahnen zur Regeneration anzuregen und/oder ggf. eine Kompensation der ausgefallenen Funktionen zu bewirken. Die zugleich bewirkte Muskelstimulation verhindert den Abbau von Muskelfasern, der sogenannten Muskelatrophie, im betroffenen Gebiet.
Das Gerätekonzept basiert zu großen Teilen auf den Forschungsergebnissen und der langjährigen praktischen Erfahrungen des Rostocker Phoniaters Prof. Dr. Dr. med. Johannes Pahn und seines Kollegen Prof. Hans Joachim Radü (Bochum).

Auf Grund von Hirnnervenschädigungen erkranken in Deutschland jährlich ca.25.000 Menschen. Die schmerzfreie Reizstromtherapie (VocaSTIM®-Gerät) erzielt gute Erfolge bei der Behandlung betroffener Patienten. Sie ergänzt die bisher bekannten konservativen Verfahren, beschleunigt die Regeneration und hilft, Folgeschäden zu vermeiden.
Alle Praxismitarbeiterinnen der Innosozial gGmbH sind nun zertifiziert, diese Methode anzuwenden, die über eine Verordnung durch die Krankenkassen finanziert wird.
Weitere Infos unter Tel. 02382 7099-0.



Erfahrungen im Freiwilligen Sozialen Jahr als Integrationshelfer – Ein Bericht

07.08.2017:

Ahlen. Wir sind Nils Lohmann (21), David Reinke (20) und Nico Harhoff (19) und entschieden uns aufgrund des Interesses an der Arbeit im sozialen Bereich vor einem Jahr dazu nach der Schule ein Freiwilliges Soziales Jahr bei Innosozial anzutreten. Gemeinsamer Start war der 01. August 2016 und die erste Aufgabe für alle war im zweiwöchigen Ferienprogramm des Familienunterstützenden Dienstes mitzuarbeiten, in dem wir so die Möglichkeit hatten, uns ein Bild des Klientels und des Arbeitsalltages zu machen. Erste Erfahrungen und die Rückmeldung der Mitarbeiter/-innen waren eine gute Starthilfe für die Tätigkeit als Integrationshelfer im Anschluss an die Sommerferien.

Jeder von uns war in einer anderen Schule bzw. Schulform eingesetzt und begegnete entsprechenden Herausforderungen und Aufgaben als Betreuer eines oder zweier Kinder. Durch die permanente Begleitung der Kinder im Schulunterricht, lernten wir ihre Besonderheiten und Hilfebedürftigkeit kennen und konnten so im Laufe des Jahres viele Situationen besser einschätzen und wurden sicherer im Arbeitsalltag. Neben der Arbeit in den Schulen wurden wir auch in Betreuungen am Nachmittag oder an Wochenenden eingesetzt. Dazu zählen individuelle Freizeitgestaltungen mit den Kindern, aber auch regelmäßige Schwimmbetreuungen, die wir mitbegleiten durften. Dadurch konnten wir Erfahrungen in verschiedenen Bereichen mit unterschiedlichen Kindern und Jugendlichen sammeln.

Zeit zur Reflexion boten über das Jahr verteilt fünf Seminarwochen als fester Bestandteil des FSJ, in denen es darum geht andere Freiwillige zu treffen und sich über die gemachten Erfahrungen auszutauschen.

Zum Abschluss des Jahres ermöglichte uns Innosozial einen Kurztrip nach Rom. Das Reiseziel war von uns selbst gewählt, da uns die Sehenswürdigkeiten wie der Petersdom und das Kolosseum sehr interessierten. Von der Kuppel des Petersdoms hatte man eine Panorama-Sicht über die ganze Stadt und in die Vatikanischen Gärten, die wir uns jedoch mit 551 Stufen nach oben erarbeiten mussten. Aber auch Ziele wie die Engelsburg, das Pantheon oder der Trevi-Brunnen waren auf unserem Plan und ebenfalls beeindruckend. Der Ausflug gab uns die Möglichkeit das FSJ gemeinsam zu beenden und noch einmal zu reflektieren.
Insgesamt können wir aus dem FSJ viele wertvolle Erfahrungen mitnehmen, die uns vor allem bei der Berufswahl unterstützen konnten. So wird jeder von uns voraussichtlich weiter im sozialen Bereich tätig sein und nun eine Ausbildung bzw. ein Studium beginnen.

Zum gemeinsamen Abschluss des Freiwilligen Sozialen Jahres nach Rom : v. l. Nico Harhoff, Nils Lohmann und David Reinke



Inklusive Freizeitangebote für Erwachsene bei der Innosozial

03.08.2017:

Ahlen. Der Treffpunkt Dachgarten bei der Innosozial in Ahlen an der Zeppelinstr. 63 bietet schon seit Jahren zahlreiche Freizeit-Angebote für Menschen mit und ohne Behinderungen an. So findet das Offene Café wöchentlich statt, die anderen Angebote wie gemeinsames Kegeln, „Offener Samstagstreff“ und der „Offene Frühstückstreff“ stehen monatlich auf dem Programm.
Auch im 2. Halbjahr laden wir zu einer Vielzahl interessanter Ausflüge ein. So geht es im September nach Münster zu einer Wasserbusfahrt auf dem Aasee (Anmeldung bis zum 21.08.17), im Oktober ist ein Bummel im Einkaufszentrum Ruhrpark in Bochum geplant (Anmeldung bis zum 23.09.17) und im November steht eine kulinarische mediterrane Reise ins Restaurant Olive in Hamm auf dem Programm (Anmeldung bis 23.10.17). Der Abschluss des Jahres wird ein Besuch des Adventsmarktes auf der Kolvenburg in Billerbeck sein (Anmeldung bis zum 20.11.17).
Die genauen Zeiten, Kosten und weitere Infos entnehmen Sie bitte unserer Homepage unter www.innosozial.de/Inklusion.
Eine verbindliche Anmeldung für die Ausflüge zu den angegebenen Fristen ist unbedingt erforderlich. Anfragen zu den Angeboten, Ausflügen und Anmeldungen sind unter der Telefonnummer: 02382 7099-32 möglich.

Das Team vom Treffpunkt Dachgarten hat auch im zweiten Halbjahr spannende Angebote vorbereitet (v. l.): Barbara Keimeier, Angelika Anhalt und Hendrik Nonhoff.



Kulturbotschafter wichtig für interkulturelle Verständigung

27.07.2017:

Am vergangenen Wochenende hielt Innosozial Geschäftsführer Dietmar Zöller auf einer Tagung des lettischen Kultusministeriums in Riga einen Vortrag zur Integration in Deutschland. Angeregt wurde das durch Vermittlung der Ahlener Mechthild und Dieter Massin durch ihre Kontakte zu Lettland.
Mit hochrangiger Beteiligung, wie etwa dem Präsidenten der Akademie der Wissenschaften, Professoren und Fachleuten, wollten die Tagungsteilnehmer/-innen hören, wie in Deutschland die Integration von Minderheiten abläuft, welche Erfolge und Schwächen oder Probleme es gibt.
Erstaunt war Zöller, dass in diesem kleinen Land, dem man sicher eine große russische Minderheit und ggf. noch deutsche und polnische Minderheiten zurechnet, von 146 Kulturen gesprochen wurde. „Sehr interessant fand ich das Konzept der Kulturbotschafter, die (in etwa 100 an der Zahl) die verschiedenen Minderheitengruppen repräsentieren und auf solchen Tagungen über Konzepte der gegenseitigen Akzeptanz und der Entwicklung von Gemeinsinn reden“, erläutert Dietmar Zöller. Diese Botschafter werden ausgebildet und versuchen ehrenamtlich in einem Netzwerk in den verschiedenen Regionen Verständnis untereinander zu entwickeln und konkrete Projekte umzusetzen. So wurde zum Beispiel das Liedgut der Kulturen, dessen Bedeutung und Aussagen reflektiert und anschließend Lieder in den verschieden Sprachen gesungen. Vor Ort werden dann u. a. Chorwettbewerbe der Kulturen veranstaltet.
Also etwa ähnlich wie „Ahlen zeigt Flagge“, wo auch verschiedene Kulturen Lieder vortragen, aber oft ohne dass die Organisatoren und die Mitmachenden wissen, was da gesungen wird, welche politischen oder religiösen Aspekte darin vorkommen.
Darauf folgte ein weiterer Vortrag über Identität und Nation, wo die Kulturprägungen diskutiert wurden. „Alle Kulturen sind klug, sind ihren eigenen Weg gegangen“, formulierte eine Professorin, „aber sie müssen sich anpassen an die Modernität, für sich eine Identität gegen Globalisierung, bzw. zwischen Globalisierung, Lokalität und Nation entwickeln.“
Für Dietmar Zöller entspricht das ja seinen Forderungen, dass Kulturen nicht gegeneinander gestellt werden dürfen und dass Kulturen wie Religionen sich an gesellschaftliche Entwicklungen anpassen müssen und eine Identität, etwa bei uns eine deutsch-muslimische Identität, bei den großen Zuwanderergruppen nötig ist damit Zukunft gelingt.
„Insofern können wir durchaus von einem Austausch profitieren und durchaus lernen, weil offensichtlich dort mehr über Konflikte und Veränderungsbedarf gesprochen wird als in Deutschland“, zieht Zöller eine Bilanz. Denn Integration gelingt nicht nur durch Toleranz untereinander, sondern wenn von einem Ziel, einem Leitbild, wie wir leben wollen, auch Forderungen an die unterschiedlichen Gruppen gestellt werden. Dieses Leitbild stellen nach Zöllers Meinung die Ergebnisse aus dem Streit der sozialen Emanzipationsbewegungen - seit den 68-iger, der Frauen- und Bürgerrechtsbewegung und der Faschismusaufarbeitung – dar. Denn die Kämpfe um persönliche Selbstbestimmung, Freiheit, Emanzipation, Minderheitenrechte, Bürgerrechte und sexuelle Vielfalt gegen die Bevormundung durch religiöse und kulturelle Dogmen, Nationalismus überholte Moral- und Autoritätsvorstellungen haben das Grundgesetz erst zu dem gemacht, wie es heute gelebt wird. In diesen Fragen und auch wie ein Willkommen für Flüchtlinge aussieht, können wir positive Impulse übermitteln. Das ist für Zöller ein weiterer Aspekt für eine angestrebte Kooperation mit diesen Ländern im Osten der EU.
Zumal Riga und andere Städte auch viele andere Reize haben.

Inmitten von Professoren, Fachleuten und Kulturbotschaftern konnte Dietmar Zöller (8. von links) in Riga darüber sprechen, wie in Deutschland die Integration von Minderheiten abläuft.



Zusammenhalt der Kulturen: Blick in die eigene Vergangenheit hilfreich

02.06.2017:

Ahlen. Ehrlichkeit und Unvoreingenommenheit sind die wesentlichen Schlüssel für eine verständnisvolle Beziehung von Menschen muslimischen Glaubens und der nicht muslimischen Bevölkerung. Darin einig sind sich Bürgermeister Dr. Alexander Berger und Innosozial-Geschäftsführer Dietmar Zöller, der jetzt im Rathaus ein Exemplar seines Buches „Islam 2030 – Zukunft gemeinsam gestalten“ überreichte. Für mehr gesellschaftliche Teilhabe, aber auch für ein größeres gesellschaftliches Engagement der Muslime in der Zukunft stellt Zöller in dem Mitte März erschienenen Band zwanzig Schlussfolgerungen zur Debatte, die Einfluss auf das kommunale Handeln haben sollten. „Es stellt sich eine Existenzfrage, wenn in etwas mehr als einem Jahrzehnt die Hälfte der Ahlener Bevölkerung einen Migrationshintergrund hat“, plädiert Dietmar Zöller für eine intensive Einbeziehung der Menschen, die sich heute noch zu einem großen Teil vom gesellschaftlichen Leben in der Stadt distanzieren.

Ahlens Bürgermeister möchte einen Beitrag leisten, den Stand der Integration objektiv zu betrachten: „60 Jahre nach Beginn der Zuwanderung nach Deutschland müssen wir uns heute eingestehen, dass sich die Kulturen zwar näher gekommen, im Kern ihrer Beziehung aber fremd geblieben sind.“ Die Individualität schätzende deutsche Gesellschaft setze im Gegensatz zur traditioneller geprägten muslimischen Kultur weniger auf Religion als verbindendes Element. Muslime hätten an den emanzipatorischen Entwicklungen der vergangenen Jahrzehnte erheblich weniger partizipiert. „Werte wie Familie und Glauben besitzen für viele türkisch- und arabischstämmige Menschen noch immer den unangreifbaren Stellenwert, wie wir ihn auch in Deutschland noch Anfang der 60er-Jahre kannten“, gibt Berger zu bedenken. Der Blick in die eigene Vergangenheit sei hilfreich zum heutigen Verständnis. Sich darauf zu besinnen, könnte es einfacher machen, die verschiedenen Wertevorstellungen zu akzeptieren.

Für Zöller und Berger bietet die kulturelle Vielfalt in Ahlen trotz aller immer wieder auftretenden Schwierigkeiten Potenziale, die am Arbeitsplatz, in der Freizeit und im sozialen Engagement genutzt werden müssen. „Gesellschaftlicher Zusammenhalt kann weder verordnet werden, noch ist er allein eine Aufgabe der Politik“, zitiert der Bürgermeister aus dem Thesenpapier „Zusammenhalt in Vielfalt“, das die Initiative kulturelle Integration unter Mitwirkung des Deutschen Städte- und Gemeindebundes kürzlich vorgestellt hat. Berger stimmt den Initiatoren zu, „dass Zuwanderung eine Gesellschaft nicht nur verändert, sondern auch Offenheit, Respekt und Toleranz auf allen Seiten verlangt.“ Dies sei ein langwieriger Prozess, in dem um Positionen gerungen werden muss. Das Schüren von Ängsten und Feindseligkeiten sei nicht der richtige Weg. Die Stadt Ahlen werde allen Initiativen ihre Unterstützung zukommen lassen, die sich aufrichtig um den Zusammenhalt in der Stadtgesellschaft bemühen, so Berger.

Über den kulturellen Zusammenhalt in der Stadt tauschten sich Bürgermeister Dr. Alexander Berger (r.) und Innosozial-Geschäftsführer Dietmar Zöller aus.

Hintergrund „Zusammenhalt in Vielfalt“:

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund gehört zum Kreis der insgesamt 28 Initiatoren und Mitglieder und hat die Thesen mit verfasst. Diese sollen einen Beitrag zu gesellschaftlichem Zusammenhalt und kultureller Integration leisten und als Grundlage für den gesellschaftlichen Diskurs vor Ort dienen. Die Thesen im Überblick:
Das Grundgesetz als Grundlage für das Zusammenleben der Menschen in Deutschland muss gelebt werden, das alltägliche Zusammenleben basiert auf kulturellen Gepflogenheiten, Geschlechtergerechtigkeit ist ein Eckpfeiler unseres Zusammenlebens, Religion gehört auch in den öffentlichen Raum, die Kunst ist frei, demokratische Debatten- und Streitkultur stärkt die Meinungsbildung in einer pluralistischen Gesellschaft, Einwanderung und Integration gehören zu unserer Geschichte, die freiheitliche Demokratie verlangt Toleranz und Respekt, die parlamentarische Demokratie lebt durch Engagement, bürgerschaftliches Engagement ist gelebte Demokratie, Bildung schafft den Zugang zur Gesellschaft, Deutsche Sprache ist Schlüssel zur Teilhabe, die Auseinandersetzung mit der Geschichte ist nie abgeschlossen, Erwerbsarbeit ist wichtig für Teilhabe sowie Identifikation und sozialen Zusammenhalt, kulturelle Vielfalt ist eine Stärke.
Die Mitglieder der Initiative kulturelle Integration laden Einzelpersonen, Organisationen, Vereine oder auch Unternehmen dazu ein, die vorgelegten Thesen mit zu zeichnen, sie zu verbreiten und mit Leben zu erfüllen.

Initiatoren der Initiative kulturelle Integration sind der Deutsche Kulturrat, Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, das Bundesministerium des Innern, das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und Die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration. Neben diesen gehören 23 weitere Mitglieder aus der Zivilgesellschaft, den Kirchen und Religionsgemeinschaften, den Medien, den Sozialpartnern, den kommunalen Spitzenverbänden und der Kultusministerkonferenz der Initiative an.
www.kulturelle-integration.de

Presseinformation
Herausgeber: Der Bürgermeister der Stadt Ahlen, Redaktion: Pressestelle Rathaus,
Westenmauer 10, 59227 Ahlen, Tel.: 02382/59455, www.ahlen.de



Das Beratungszentrum für Alleinerziehende und andere Familien (BAZ) stellt Jahresbericht 2016 vor.

30.05.2017:

Kreis Warendorf. Familien, (Eltern-) Paare und Einzelpersonen, darunter ein Großteil Alleinerziehender oder Ein-Eltern-Familien, nutzen die qualifizierte Unterstützung des Beratungsteams (BAZ), ein Dienst der Innosozial gGmbH. Das Zentrum, das seit mehr als 25 Jahren besteht, zeigt sich als Anlaufstelle mit unterstützenden Hilfsangeboten für Menschen in Problemlagen. Das Beratungszentrum steht den Menschen in Trennungs- und Scheidungssituationen zur Verfügung und nimmt dabei „das Wohl der Kinder“ in den Blickpunkt. Gleichzeitig richtet sich das BAZ mit seinen Angeboten an Eltern und Paare, die eine Trennung vermeiden und an einem gemeinsamen Neuanfang arbeiten wollen. Auch eine Begleitung der neu zusammengesetzten Familien (Patchwork-Familien) bieten die Mitarbeiterinnen des Zentrums an, wobei sie die Wahrnehmung der elterlichen Erziehungsverantwortung unterstützen. Auch die „Ambivalenz Beratung“ (Trennung JA oder NEIN!) steht Paaren im vielfältigen Beratungsangebot offen. Familienberatung oder die Beratung von Kindern und Jugendlichen hält das Konzept des Zentrums zur Klärung in Bedarfslagen bereit. Die Begleitung der Hilfesuchenden hat in der Zusammenfassung in 2016 gezeigt, dass eine Vielzahl von Problemlagen innerhalb einer Familie auftauchen kann und Langzeitberatungen auf der Tagesordnung des Fachteams stehen.
Eine weitere Veränderung in der Beratungslandschaft lässt erkennen, dass die Beraterinnen immer häufiger hochkonfliktreichen Eltern gegenüber stehen. Die Ursachen sind massive Kommunikationsstörungen und Machtstrukturen, die im Beratungsalltag zu lösen sind. Das Thema „Pubertät“ und die damit notwendige und versorgende Begleitung junger Menschen, ist nach wie vor aktuell. Der vorliegende Jahresbericht zeigt eine deutlich steigende Tendenz der geführten Beratungsgespräche des Jahres 2016. So fanden im vergangenen Jahr 1.808 Beratungsgespräche statt. Das Beratungszentrum setzte in 2016 auch die Methode „Marte Meo“ ein. Eltern haben somit die Möglichkeit, in Begleitung einer ausgebildeten Marte Meo Therapeutin, über Filmsequenzen das „Wiederspiegeln der familiären Atmosphäre“ aus einer erweiterten Sicht zu erkennen und lösungsorientiert neu zu gestalten. Dieser Weg findet großen Zuspruch und bietet ein neues Verstehen im erzieherischen Handeln. Ebenfalls steigt die Zahl der Familien mit Migrationshintergrund. Es wurden 99 Klienten aus den unterschiedlichsten Herkunftsländern beratend begleitet.
Das Beratungsangebot wird „Vor Ort“ in Ahlen, Beckum, Warendorf, Oelde und vielen Familienzentren und Kindertageseinrichtungen im Kreis Warendorf angeboten. Das BAZ bietet Gespräche nach telefonischer Vereinbarung! Tel. 02382 7099-0 oder baz@innosozial.de. Weitere Infos finden Sie auf der Homepage: www.innosozial.de

Das Team vom BAZ hat die Herausforderungen in 2016 gemeistert (v.l.): Andrea Sander, Ute Grunwald und Raphaela Schönherr-Carneim.



Jubiläen bei Innosozial

05.05.2017:

Für 10 Jahre im Dienst ehrte nun der Geschäftsführer der Innosozial, Dietmar Zöller, seinen Kollegen Burkhard Lensing.
„Wir kennen Sie als stets motiviert, loyal und engagiert - und beißen können Sie auch“, lobte Zöller den Fachbereichsleiter für Kinder-, Jugend- und Familienhilfen.
„Seit 10 Jahren haben Sie Ihren Bereich mit Erfahrung und neuen Ideen ausgebaut und auch bei Kooperationspartnern sind wir dadurch im Ansehen und der fachlichen Akzeptanz gut aufgestellt, so Zöller weiter.
Als Dank gab Burkhard Lensing den Stab der Gratulation zurück an den Geschäftsführer. Denn dieser blickt ebenfalls ab 1. Mai auf 30 Jahre Geschäftsführeraufgaben zurück. Als solcher beim Paritätischen in der Kreisgruppe Warendorf begonnen, über PariSozial, die seit 2015 Innosozial gGmbH heißt, der Alten Post in Oelde und noch zu nennen die Geschäftsführung des Betreuungsvereins Lebenshilfe/Innosozial im Kreis Warendorf e. V.
Lensing würdigte Zöller als einen Vorgesetzten, der immer mit ganzem Herzen um die Existenz der ihm anvertrauten Unternehmen und Mitarbeiter/-innen kämpfte. In Politik und anderen Gremien äußerte er sich fast immer kritisch zur sozialen Lage und nannte Missstände beim Namen, wobei er innovative Projekte und Hilfen zur Verbesserung anstrebte und initiierte. Der Erfolg des Unternehmens ist Zeichen für diese wertvolle Konstante, die Zöller in all den Jahren für die Mitarbeiter/-innen bedeutet hat und hoffentlich noch lange bedeuten wird.

Jubilare unter sich (v.l.): Dietmar Zöller seit 1987 im Amt als Geschäftsführer und Burkhard Lensing seit 10 Jahren als Fachbereichsleiter.



Zehntes Ahlener Sprachcamp für Grundschulkinder in den Sommerferien

04.05.2017:

Sprache lernen, Theater spielen und Natur erleben, unter diesem Motto steht auch das zehnte Ahlener Sprachcamp, das von Innosozial in Kooperation mit den Ahlener Grundschulen und der Stadt Ahlen in der Zeit vom 14. bis 25. August 2017 durchgeführt wird.
Das Ferienangebot richtet sich an Grundschulkinder mit Migrationshintergrund, deren Sprachkompetenzen in den Ferien weiter geschult werden sollen.
Von täglich 8.00 bis 16.00 Uhr ist die Betreuung und Förderung der bis zu 50 Kinder durch Erzieherinnen aus den Offenen Ganztagsschulen gewährleistet.
Selbstverständlich ist auch für das Mittagessen gesorgt.
Das Sprachcamp findet in diesem Jahr wieder im Naturjugendhaus in der Langst statt (Altes Pumpenhaus), Langstweg 28 B. Von dort aus ergeben sich viele Möglichkeiten für ein attraktives und lehrreiches Freizeit- und Unterrichtsprogramm.
Die Kinder erhalten sprachliche Einzel- und Gruppenförderung durch zwei ausgebildete Lehrerinnen. Zwei Theaterpädagogen entwickeln mit den Kindern ein Theaterstück. Hier werden die Kinder Theaterrollen übernehmen, für das Bühnenbild sorgen, die Musik machen und die Requisiten erstellen. Und selbstverständlich wird das Theaterstück dann auch zum Ende des Sprachcamps der Öffentlichkeit vorgestellt.
Auch in diesem Jahr entstehen keine Teilnahmekosten.
Anmeldungen werden ab sofort schriftlich bei der Innosozial, Zeppelinstr. 63, 59229 Ahlen oder telefonisch unter 02382 7099-0 entgegen genommen.

Die Kinder des Sprachcamps sind Verwandlungskünstler - hier bei der Aufführung des Theaterstückes.



Veranstaltung mit Muhsin Omurca fällt aus.

Die Veranstaltung mit Muhsin Omurca in der Sekundarschule in Ahlen am 28.04.2017 musste leider aus organisatorischen Gründen abgesagt werden. Bereits gekaufte Eintrittskarten werden zurückgenommen und erstattet. Dazu mögen sich die Betroffenen bitte bei den Mitarbeiterinnen der Zentrale, Zeppelinstraße 63 in Ahlen, melden.
Die Innosozial gGmbH als Veranstalter bittet um Verständnis.



In welcher Gesellschaft wollen wir leben?

Kabarett und Aktionen zur Stärkung der Demokratie

06.04.2017:

Mit Förderung des Ahlener „Demokratie leben“ Netzwerk will die Innosozial gGmbH unter diesem Motto Vereine und Organisationen aber auch jeden Einzelnen zu einer Debatte einladen, was denn gutes Miteinander, Solidarität und Gleichberechtigung, Emanzipation und gesellschaftliches Engagement ganz praktisch bedeuten.
Denn wer sich die Realität anschaut, kann zwar auf der einen Seite ein großes Engagement und viel Willkommenskultur feststellen, aber andererseits kommen auch Vorbehalte und Diskriminierungen zwischen den unterschiedlichen Kulturen zum Vorschein. Das betrifft nicht nur die Hetze von Rechten gegen Flüchtlinge ,sondern allzu oft geht es auch um Abwerten der anderen, die wie die Flüchtlinge scheinbar mehr Zuspruch und Leistungen erhalten würden als etwa die Gastarbeitergeneration oder die nachfolgenden Zuwanderergruppen oder die schon länger oder schon immer hier leben. Auch der „Türkeistreit“ ist ein gutes Beispiel für wenig Miteinander und wenig Toleranz untereinander.
Oder warum sind EU-Zuwanderer aus Bulgarien und Rumänien am unteren Ende der Akzeptanzskala, deren Rechte als EU Bürger/ -innen von anderen mit Misstrauen und Missgunst gesehen werden.
Schon bei der letztjährigen „Ahlen zeigt Flagge“ - Veranstaltung im Stadtpark hatte die Innosozial gGmbH die beteiligten Organisationen gebeten, ihre Vorstellungen und ihr Engagement konkret als Botschaft aufzuschreiben.
Die Beiträge wurden dann an Wäscheleinen und Stelen präsentiert und von der Bühne verlesen. Aber hinschreiben ist das eine, doch was verstehen die einzelnen Organisationen genau darunter, wenn sie Werte wie Demokratie und Gleichberechtigung formulieren oder für ein gutes Miteinander und für mehr gesellschaftliches Engagement eintreten?
Darüber wird zu wenig miteinander gesprochen und deshalb wollen wir dieses Jahr mit unterschiedlichen Aktionsformen untereinander mehr ins Gespräch kommen, erklärt Innosozial-Geschäftsführer Zöller.
So sollen etwa die Positionen und Botschaften vom letzten Jahr als Wanderausstellung und Hintergrund für Diskussionsrunden noch einmal präsentiert werden.
Mit dem Vater des Migrantenkabaretts, dem türkeistämmigen Muhsin Omurca wird am 28. April in der Aula der Sekundarschule ab 19.00 Uhr Tiefsinniges und Hintergründiges über die Eigenarten der verschiedenen Kulturen und ihre Vorurteile übereinander auf lustige Art präsentiert.
Neben dem Spaß wird der Kabarettist um Eindrücke auf ausgelegten DIN A3 Vorlagen für die Kampagne werben, die dann wieder in der Öffentlichkeit präsentiert und diskutiert werden sollen.
Bei „Ahlen zeigt Flagge“ am 2.Juli im Stadtpark soll dann ein Demokratieparcours aufgebaut und durchlaufen werden, um die eigene Meinung und das Verhalten zu verschiedenen Themen zu reflektieren.
Ihren Abschluss findet die Kampagne im Herbst und zum Jahresende mit weiteren Aktionen und einem kleinen Abschlussfest.
„Obwohl die Debatte um mehr Toleranz, mehr Miteinander, aber auch um selbstkritische Überprüfung, eigentlich eine Daueraufgabe ist“, finden Dietmar Zöller, Agnieszka Bednorz und Hatice Yesilyaprak.

Das Integrationsteam ist auf die Ergebnisse der Aktionen gespannt: v. l. Dietmar Zöller (Geschäftsführer Innosozial gGmbH), Hatice Yesilyaprak (Integrationsbeauftragte der Innosozial gGmbH) und Agnieszka Bednorz (Leitung Integrationsagentur Innosozial gGmbH)



Jahresbericht 2016 der Beratungsstelle VARIA

17.03.2017:

Ahlen, Hamm. Im vergangenen Jahr hat VARIA in 795 Beratungsfällen 1.204 Beratungsgespräche rund um Schwangerschaft, Sexualität und Familienplanung geführt. Hiervon waren 297 Schwangerschaftskonfliktberatungen. „Es kamen insgesamt mehr Frauen und Männer mit Migrationshintergrund in die Beratungsstelle“, stellt Irmgard Husmann fest.
Die Arbeit mit geflüchteten Jugendlichen und Erwachsenen hat das VARIA Team vor neue Herausforderungen gestellt. Zusätzlich zu den bestehenden Angeboten konnten verschiedene Aufklärungsveranstaltungen und Beratungen für Ratsuchende mit Fluchthintergrund geschaffen werden. Eine Übersetzungshilfe war in über 70 Fällen notwendig. Um geflüchtete Frauen und Männer gut zu erreichen, wurden bei Bedarf Beratungsgespräche in Flüchtlingsunterkünften angeboten.
Zusätzlich konnten mit Vorträgen in Hebammenpraxen und Familienzentren fast 100 werdende Eltern zum Thema „Von Mutterschutz bis Elternzeit“ erreicht werden. In den Veranstaltungen wurden umfangreiche Informationen zu den verschiedenen Hilfen für Familien, wie z. B. Mutterschaftsgeld, Kindergeld Kindergeldzuschlag, Elterngeld, Elterngeld- Plus und Unterhalt gegeben. Die Nachfrage nach finanzieller Unterstützung bei der Anschaffung von Schwangerschaftsbekleidung, Babyerstausstattung und längerfristigen Verhütungsmitteln ist im Vergleich zum Vorjahr erneut gestiegen. Die zur Verfügung stehenden Mittel reichen nicht aus.
Mit den sexualpädagogischen Angeboten hat das Team 2.440 Kinder, Jugendliche, Eltern und Pädagog/-innen erreicht. Insgesamt wurden 185 Gruppenangebote, Elternabende und Fortbildungen für Teams von Kindergärten, Schulen oder Behinderteneinrichtungen angeboten.
Neu in 2016 waren sexualpädagogische Projekte für Flüchtlinge. An den insgesamt 23 Aufklärungsveranstaltungen nahmen überwiegend männliche Flüchtlinge teil. Bei gemischtgeschlechtlichen Gruppen wurde gemeinsam aber auch geschlechtsgetrennt mit einem männlichen und einer weiblichen Sexualpädagogin gearbeitet. Themen waren die Gleichberechtigung von Mann und Frau, sexuelle Vielfalt, Körperaufklärung und Verhütung. „Die Jugendlichen und Erwachsenen konnten ihr Wissen im Bereich der Körperaufklärung erweitern und zeigten sich sehr interessiert und motiviert“, beschreibt Bela Bartels, Sexualpädagogin bei VARIA.

VARIA bietet Beratungen in den Städten Ahlen, Beckum, Oelde, Warendorf und Hamm an. Die Beratungen sind kostenlos. Terminvergabe und weitere Informationen zu den Angeboten unter: Telefon 02382/7099-0. Weitere Infos unter: www.innosozial.de

Foto: v.l.n.re.: Die neuen Herausforderungen hat das Team von VARIA in 2016 gemeistert: Dr. Katja Barenbrock, Irmgard Husmann (Leitung), Bela Bartels, Marita Röhm und Gaby Blomann .



„Bunter Kreis“ der Innosozial gGmbH sagt „Dankeschön“ im Namen der begleiteten Familien

Sozialmedizinische Nachsorge (SMN) für chronisch kranke Kinder, Jugendliche und ihre Familien begleitet „von der Klinik in das Kinderzimmer ...“

08.03.2017:

Ahlen, Hamm. Nach der Entlassung aus der Klinik ist die Behandlung und intensive Betreuung häufig noch nicht beendet. Das Leben mit einem Frühgeborenen, schwer kranken oder chronisch kranken Kind stellt Familien oft vor große Herausforderungen in Bezug auf die neuen Anforderungen des Alltags. Die SMN kann hier Unterstützung und Entlastung bieten. Die SMN wird durch die betreuenden Ärzte verordnet, wenn sie wegen Art, Schwere und Dauer der Erkrankung notwendig ist. Die sozialmedizinische Nachsorge (SMN) ist seit dem 1.1.2009 Regelleistung der gesetzlichen Krankenkassen. Die Begleitung möchte den Übergang von der Krankenhausbehandlung (nach ärztlicher Verordnung) in die ambulante Versorgung unterstützen. Der Aufbau des Fachdienstes auch für unsere Region wurde durch die „Aktion Mensch“ ermöglicht. Die SMN der Innosozial gGmbH ist reakkreditiertes Mitglied des Bundesverbandes „Bunter Kreis“ mit Sitz in Augsburg.
Um sich den Anforderungen der Nachsorge auch nachhaltig stellen zu können, ist der Fachdienst auf Unterstützung angewiesen. Für eine großzügige, sehr praktische Spende bedankte sich das Team der Nachsorge bei Herrn Michael Koss von der Allianz Generalvertretung Röttger und Baronik. Er stellte den Mitarbeiter/ -innen des Fachdienstes 80 Chefkalender für 2017 zur Verfügung. „In unserer täglichen Arbeit mit den Eltern haben sich diese Kalender als ausgesprochen hilfreich erwiesen. Sie verbleiben natürlich auch nach dem Abschluss der Nachsorge in den Familien und unterstützen die Eltern ungemein, dies wird von den Familien immer wieder rückgemeldet!“ erläutert Birgit Gerwin aus Sicht der in der Nachsorge Tätigen „wir danken auch im Namen der Eltern, ganz, ganz herzlich!“
Weiterführende Informationen finden Sie unter: www.bunter-kreis-deutschland.de oder www.innosozial.de. Auch gerne telefonisch: 02382 / 70 99 –35

Foto: v.l.n.re.: Das Team der SMN sagt „DANKE“ an Herrn Koss von der Allianz, v. l. Christel Brückner (Verwaltungsleitung Innosozial), Astrid Zieminski (Case Managerin SMN), Michael Koss (Allianz Vertretung Hamm), Dr. Sven Wild (Oberarzt der kooperierenden Kinder Klinik in Ahlen), Birgit Gerwin (Koordination SMN) und Angelika Martin- Wild (Qualitätsbeauftrage SMN) .



Mädchen stärken ihre Selbstbestimmung!

Projekt für Mädchen mit Fluchthintergrund an der Sekundarschule Ahlen

02.03.2017:

Ahlen. An der Sekundarschule Ahlen haben insgesamt 10 Mädchen mit Fluchtgeschichte an einem von Innosozial für die Zielgruppe konzipierten Mädchenprojekt teilgenommen. Ziel des Projekts war es, die Mädchen in ihrer Selbstbestimmung zu stärken und mit ihnen präventiv gegen sexuelle Gewalt zu arbeiten. Nicole Möllers und Bela Bartels, beide Mitarbeiterinnen der Innosozial gGmbH, haben ihnen dazu als Grundlage die Werte der demokratischen Gesellschaft hier in Deutschland in leichter Sprache und Form erklärt. Dabei lag der Fokus auf der Gleichberechtigung von Mann und Frau. Mit Methoden der sexuellen Bildung wurden die Rechte der sexuellen Selbstbestimmung erarbeitet und somit den Jugendlichen die Möglichkeit gegeben, sich mit ihrer eigenen Rolle und ihrer Identifikation als Mädchen auseinander zu setzen

Kriminaloberkommissarin Sandra Bothe von der Kriminalprävention der Kreispolizeibehörde Warendorf erklärte die unterschiedlichen Aufgaben der Polizei. Ferner wurden verschiedene Formen der Gewalt besprochen. Diese fangen bereits bei Bemerkungen über das Aussehen an, „Anbaggern“, „Spannen“ bis hin zu unerwünschten, scheinbar zufällige Berührungen. Wo finde ich Hilfe, wo sind bei uns im Kreis Hilfsstellen rundeten den Part der Polizei ab.
Für die Mädchen war es leichter in diesem geschützten Rahmen Fragen zu stellen. Informationsmaterial in ihrer Muttersprache rundete das Angebot ab.

Das Fazit der Mädchen ist: „Es war ein schönes Projekt, wir haben viel gelernt!“ Auch Nicole Möllers und Bela Bartels ziehen mit der Integrationsfachkraft Kristin Heinrichs und dem Schulsozialarbeiter Daniel Born eine positive Bilanz der fünf-teiligen Projektreihe.

Foto: v.l.n.re.: Sandra Bothe (Kriminalprävention der Kreispolizeibehörde Warendorf), Daniel Born (Schulsozialarbeiter), Nicole Möllers und Bela Judith Bartels (Innosozial gGmbH).



Für eine bessere Streitkultur

25. Januar 2017:

Ahlen. Um die Debattenkultur über Streitfragen wie die Flüchtlingsintegration aber auch über das Verhältnis von Türkeistämmigen und der Mehrheitsgesellschaft in Ahlen zu verbessern, haben sich einige Ahlener Akteure getroffen. "Wir sollten insbesondere die Fragen um die Bewertung der politischen Verhältnisse in der Türkei und deren Auswirkung auf Deutschland in einer Weise besprechbar machen, die Sachargumente und unterschiedliche Standpunkte gelten lässt, die aber Diffamierungen und Angriffe auf Andersdenkende verurteilt", so Dietmar Zöller zur Eröffnung der Runde.

Dazu wollen die Anwesenden in der Zukunft als Initiatoren und Mittler für Themen wie Politik der Erdogan-Regierung, Ursachen und Lösungsmöglichkeiten für den Kurdenkonflikt, Rolle der DiTiB als Religionsverband und Beziehung zur türkischen Regierung, Werte der Zivilgesellschaft und religiöse Werte, Stellung von Zuwanderern in der Gesellschaft oder unabhängige Presse und Fake News in unterschiedlichen Gesprächsformaten aktiv werden.
"Wenn die eigene Meinung auch mal zur Diskussion gestellt wird und man sich auch selbstkritisch hinterfragt, statt auf der eigenen Position zu beharren, kann Gemeinsamkeit entstehen", ist sich die Runde einig.

Foto: v.l.n.re.: Dietmar Zöller, Durmus Tüney, Adem Türkoglu, Serhat Ulusoy, Cemil Tutumlu und Haluk Köker.



Umzug der Beratungsstelle VARIA

09. Januar 2017:

Hamm. Seit Anfang Januar ist die Schwangerschaftsberatungsstelle VARIA in der Stadtmitte von Hamm, neben dem Oberlandesgericht in der Heßlerstraße 49, zu finden.
11 Jahre lang war VARIA in Hamm Bockum-Hövel tätig und hat dort Beratung rund um Schwangerschaft, Sexualität und Familienplanung angeboten. Auf Grund eines Eigentümerwechsels wurde ein Umzug notwendig. „Das Angebot von Frau Dissel-Arrenberg, in ihrem Praxishaus Beratungsräumlichkeiten zu nutzen, kam genau zum richtigen Zeitpunkt und ist für uns ein echter Glücksfall“, beschreibt Irmgard Husmann, Leiterin der Beratungsstelle, die neue Situation.
Jetzt ist die Beratungsstelle VARIA in der Stadtmitte zentral und gut zu erreichen. „Für die Ratsuchenden aus Bockum-Hövel möchten wir selbstverständlich weiterhin Anlaufstelle sein“, ergänzt Gaby Blomann, Ansprechpartnerin für den Standort Hamm.

Das Team der Beratungsstelle bietet kostenlos und zeitnah Schwangerschaftskonfliktberatung, Beratung für Schwangere, werdende Eltern und Familien mit Kindern unter 3 Jahren an. Ratsuchende erhalten Informationen zu gesetzlichen und finanziellen Hilfen. Schwangere in Notlagen haben die Möglichkeit bei VARIA einen Antrag auf Mittel aus dem Hilfsfond der Stadt Hamm oder der „Mutter und Kind-Stiftung“ zu stellen. Auch für Fragen zu Verhütung, Kinderwunsch, vorgeburtlicher Diagnostik und Problemen in der Sexualität steht das Team zur Verfügung.

Zum Angebot von VARIA gehören außerdem sexualpädagogische Projekte und Fortbildungen. Im letzten Jahr hat das Team allein in Hamm 72 Aufklärungsprojekte in Schulklassen, Elternabende, Vorträge und Fortbildungen zum Thema „kindliche Sexualität“, „Pubertät“, „Mädchen/Jungen“, „sexualpädagogische Methoden für den Unterricht“, „Sexualität und Behinderung“ durchgeführt.
Das multiprofessionelle Team besteht aus Beraterinnen, einer Therapeutin, einer Frauenärztin und einer weiblichen und einem männlichen Sexualpädagogen.
VARIA ist eine anerkannte Schwangerschaftskonfliktberatungsstelle der Innosozial gGmbH und arbeitet in Kooperation mit dem pro familia Landesverband NRW e.V.
Weitere VARIA-Beratungsstandorte gibt es in den Städten Ahlen, Beckum, Oelde und Warendorf.

Beratungstermine und Projektanfragen können unter der Telefon-Nummer 02381-5486116 vereinbart werden. Weitere Infos unter www.innosozial.de

Foto: Auch im neuen Standort an der Heßlerstr. 49 werden die Kunden vertraulich und kompetent beraten.



Freizeit-Angebote für Menschen mit und ohne Behinderung

09. Januar 2017:

Ahlen. Der Treffpunkt Dachgarten bei der Innosozial bietet schon seit Jahren zahlreiche Freizeit-Angebote für Menschen mit und ohne Behinderungen an. Auch in 2017 finden wieder offene Freizeitangebote und inklusive Fahrten statt – die nächsten schon am 04.02. und 04.03.2017.
Im Flyer des Treffpunkts Dachgarten finden sich fünf verschiedene Angebote zur Freizeitgestaltung für Menschen mit und ohne Behinderung. Das Offene Café ist dabei das einzige, das wöchentlich stattfindet (montags 15.30 - 17.00 Uhr). Die anderen Angebote wie gemeinsames Kegeln, Ausflüge und der „Offene Frühstückstreff“ finden monatlich statt. So kann jeder an allen Gruppen teilnehmen und muss sich nicht zwischen dem einen oder anderen Angebot entscheiden. Die offenen Angebote laufen auch ohne verpflichtende Anmeldung, davon ausgenommen ist aber der Frühstückstreff. Jeder kann dazu kommen, wann er mag.

Bei der Fahrt zur Historischen Eiskelleranlage in Altenberge am 04.02.17 gibt es eine Führung durch den Eiskeller, der auf drei Etagen angelegt und massiv in Ziegelsteinen ausgebildet wurde. Begonnen wurde damit im Jahr 1860. Bereits 1861 wurde die Produktion des Bierbrauens aufgenommen. Dieses Baudenkmal ist in seinem mehrgeschossigen Aufbau einzigartig; nicht nur im Münsterland, sondern, soweit man heute erkennen kann, auch in Europa. Die Abfahrt ist um 13.45 Uhr am Zeppelincarrée 63 in Ahlen. Es fallen Kosten pro Person von 7,00 Euro an.

Der andere Ausflug geht in das LWL Naturkundemuseum in Münster. Hier wird am 04.03.2017 die Sonderausstellung zum Thema Wasser besucht. Wasser ist auf unserem Planeten eine sehr häufige Substanz. Der Mensch staunt über seine faszinierende Schönheit und seine gewaltige Kraft. In der 1.200 Quadratmeter großen Ausstellung "Wasser bewegt - Erde Mensch Natur" erfahren Besucherinnen und Besucher, dass Wasser alles andere als gewöhnlich und selbstverständlich ist. Treffpunkt ist bereits um 9.30 Uhr am Zeppelincarrée. Die Kosten pro Person sind 19,00 Euro.
Wir bitten um verbindliche Anmeldung und Zahlung bis zum 21.01.17 bzw. 18.02.17. Kontakt unter der Telefonnummer: 02382 7099-32.
Ein Teil der Angebote ist dabei reguläre Weiterbildung und wird von der Paritätischen Akademie NRW in Kooperation mit der Innosozial durchgeführt.
Alle Angebote und weitere Infos finden Sie auch auf unserer Homepage: www.innosozial.de/Inklusion.

Foto: Eine Vielzahl von interessanten Angeboten für das kommende Halbjahr haben (v.l) Barbara Keimeier, Hendrik Nonhoff und Angelika Anhalt zusammengestellt.



Ansprechpartnerin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:

Elke Kreutzer
Zeppelinstr. 63
59229 Ahlen
Tel.: 02382 7099-24
Fax: 02382 7099-29
E-Mail

 



 
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